Krank sein ist doof

14 10 2006

Dieses Statement musste mal verschriftlicht werden. Ruhe, die vom Arzt verordnet wurde, ist das Schrecklichste, was einem passieren kann. Im Bett ist es soooo langweilig und man bekommt gar nicht mehr mit, was in der Welt eigentlich passiert (ich mein damit nicht die elendigen politischen Ereignissen, nein, sondern das wirkliche Leben von dir und mir!!!!!). Man lebt wie abgekapselt in der Quarantänestation der eigenen Wohnung.

Das schlimmste an allem: Die Unterhaltung ist grässlich. Beim Radio kann man höchsten 2 Stunden zu hören und dann sind einem die Stimmen aber mal richtig über, die eigene Musik hat man aber auch schon zig mal gehört, der Fernseher ist auch nicht mehr der Rede wert  (ich glaube bei der „Nanny“ kann ich demnächst soufflieren), Bücher sind zur Zeit auch nicht so ganz mein Ding (das heißt, ich schlafe leider darüber ein – der Spannungsbogen ist eindeutig falsch gespannt), Internet hat man nach 10 Stunden vorerst durchgeforstet (macht also höchstens anderthalb Tage) und es ist absolut deprimierend, wenn kein ICQ-Kontakt mittags online ist (man hat ja jetzt wieder besseres zu tun).

Was tun?

Wenn es euch wirklich erwischt, haltet es so wie ich: Schlaft einfach durch. Man verschläft unwichtige Zeit und gesund ist es auch ;-)

Ansonsten mein Ratschlag: BLEIBT GESUND!!!!





Erste Erfahrungen einer Studentin

4 10 2006

Berlin, Zusammenwürfelung von Ereignissen meines Brückenkurses

  • 6:30 Uhr das Radio geht an (wie schon die ganze letzte Woche duddelt die Musik los, schon wieder Xavier Naidoo – wo ist bloß diese blöde Fernbedienung???)
  • 5 Minuten später nach ergebnisloser Suche hab ich es immerhin bis zum Schrank geschafft, jetzt kann ich mir auch gleich meine Klamotten raussuchen
  • Duschen-brrrrrrr-kalt -(
  • Frühstück – schon wieder kein vernünftiger Käse und die Milch ist klumpig
  • 7:30 Uhr der Bus kommt zu spät (eine Tatsache, die leider immer häufiger auftritt)
  • 7:44 Uhr Anschluss an den Regio verpasst – Flucht zur S-Bahn (so schnell, das eben im Dämmerschlaf machbar ist)
  • 8:30 Uhr fast das Ziel erreicht, noch 15 Minuten Fußmarsch – ich beginne meine Umgebung wahr zu nehmen
  • 8:45 Uhr Hörsaal – die besten Plätze sind schon wieder besetzt…immerhin ich muss bestimmt nicht wieder auf den Boden sitzen
  • 9:00 Uhr Kommilitonen erfordern Anteilnahme am allgemeinen Gesprächsthema
  • 9:15 Uhr Beginn des ersten Vorlesungsblock (Addition kann man auch seeeeeeehr kompliziert machen)
  • 9:41 Uhr was ist eigentlich surjektiv???
  • 10:45 Stunde vorbei – schon wieder 8 Seiten in 90 Minuten voll geschrieben, was für ein Verschleiß
  • es regnet und ich steh bei den Rauchern (werde mehr oder weniger zu meinem Glück gezwungen, die „frische“ Luft zu genießen…positiv: ich rauche noch nicht -) )
  • ab in die Übungsgruppen und einen Platz erhaschen (Wer zuerst kommt, malt zuerst. – 1. Grundsatz eines Studenten!!!!)
  • Endlich Mittag, mein Magen knurrt – auf geht es zur Mensa (Bemerkung: ich hätte nicht gedacht, dass Kantinenessen, so abwechslungsreich und einigermaßen gut schmecken kann *Daumenhoch*)
  • Pause vorbei – das ist eine der Sachen, die immer gleich sind – Pausen waren und bleiben wohl immer zu kurz, um seine soziale Kompetenz zu testen
  • 14:00 Uhr 2. Vorlesungsblock – hm, interessante Holzvertäfelung an der Decke, wie man die wohl am Besten da oben ranbekommt???
  • 2. Übungsblock – bei welcher Aufgabe waren wir doch gleich?
  • 10 Minuten früher Schluss als nach Plan – Schade, gerade jetzt wo meine Banknachbarin und ich ein so interessantes Gesprächsthema gefunden hatten (2. Grundsatz: Soziale Kontakte an der Uni sind unabdingbar, sonst läuft man Gefahr in späten Vorlesungsstunden einzuschlafen und dann bekommt man noch weniger mit, als wenn man „nur“ quatscht ;-) ).
  • Jetzt geht es ab nach Hause, viel zu rekapitulieren gibt es immer und man kann sich immer auf den nächsten Tag freuen oder ich finde morgen die Fernbedienung -)




Nationalfeiertag in Deutschland

4 10 2006

Es ist frei, aber das ist auch schon alles. Kein Glanz, kein Gloria, kein Trarar…Der 3. Oktober scheint für die Deutschen kein wirklicher Tag des Feierns zu sein, es gibt keine großen Feierlichkeiten. Einzig am Brandenburger Tor assoziiert man eine Fressbuden-Meile mit dem noch jungen Feiertag – ist er mehr nicht wert, keine großartigen Feste, Feiern oder Feuerwerke, sodass das ganze Volk in Aufruhe ist. Nichts oder besser nur wenig und unscheinbar.

Nicht mal das Medium Fernsehen (das sonst jeden Staatsbesuch und Wetterumschwung als Grund für Sondersendungen nimmt) scheint den Tag wirklich zur Kenntnis zu nehmen, außer dass mehr Leute vorm Fernseher sitzen und die Werbeeinnahmen steigen…denn wir haben ja nichts besseres zu tun am 3. Oktober.